Die Welt des Marketing befindet sich im Wandel und Märkte werden volatiler, unbeständiger und komplexer. Alles muss schneller, spontaner und anpassbar sein, wenn sich etwas ändert. Und genau hier kommt das Konzept des „Agile Marketing“ ins Spiel.
Auch wenn der Begriff Agile Marketing immer häufiger vorkommt, können nur wenige wirklich etwas damit anfangen. Ist es nur ein neues Buzzword oder eine richtungsweisende Entwicklung, die für dein Unternehmen relevant sein könnte?
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Seit etwa zwei Jahren wird verstärkt über Agile Marketing als eine neue und wichtige Disziplin im Marketing gesprochen. Dabei kann das neue Konzept dabei helfen
Es geht also darum, im digitalen Zeitalter schneller und flexibler als der Wettbewerb auf die täglich neuen Werbekampagnen und Änderungen im Kundenverhalten reagieren zu können. Nur wer im Internet und in den Sozialen Medien am Ball bleibt, findet Gehör bei seinen Zielkunden – den sogenannten Buyer Personas.
Gerade in Bezug auf die digitale Transformation von Prozessen fällt das Schlagwort „agil“ immer wieder. Agile Marketing bedeutet aber nicht nur, virale Kampagnen zu entwickeln, sondern es beschreibt auch die Fähigkeit, relevanten Content zu genau richtigen Zeit am richtigen Ort zu platzieren. Dazu werden hochflexible interne Prozesse und eine große Nähe zur Zielgruppe benötigt.
Agile Marketing – ein laufender Prozess
In der heutigen Zeit gibt es immer mehr Überschneidungen zwischen Marketing und IT. Denn im Marketing Management geht es häufig darum, viele verschiedene technologische Tools koordinieren zu können. Eine Marketing-Abteilung nutzt zum Beispiel gleichzeitig Software-Lösungen für Marketing-Automation, Social Media Listening, Social Publishing, Website, Blog und Mobile Apps.
Auch die Marketing-Kampagnen laufen in immer kürzeren Abständen und werden cross-medial über verschiedene Medien veröffentlicht. Dabei wird jede Menge Content produziert und publiziert. Dieser Content sollte so gestaltet und eingesetzt werden, dass er die kommunikative Alleinstellung seiner Marke fördert. Marketing-Kampagnen haben aber nicht nur die Kommunikation der Marke als Ziel, sondern dienen gleichzeitig der Lead-Gewinnung. Daher müssen alle verwendeten Marketing-Tools, Content-Produkte und Kampagnen zu einem nahtlosen Erlebnis abgestimmt werden: Social Media-Besucher sollen zu Website-Besuchern werden. Diese werden daraufhin zu Leads konvertiert. Im letzten Schritt folgt der Übergang vom Leads zum Kunden. Dabei sollen diese so überzeugt sein, dass sie als Fans oder „Brand Advocates“ weitere Neukunden gewinnen. Das alles lässt sich mit den traditionellen Marketing Team-Strukturen und -Prozessen immer schlechter bewältigen.
Der Markt ist durch das schnelle Wachstum digitaler Kanäle in den letzten Jahren dynamischer und breiter geworden. Darauf hat das klassische Marketing und dessen Prozesssteuerung häufig keine passenden Antworten parat. Der Druck auf Marketer und die Marketing Abteilungen steigt und dadurch können unerwünschte Engpässe entstehen. Diese Engpässe können dann zu verzögerten Projektzeiten oder im schlimmsten Fall zu einem enormen Umsatzverlust führen. Genau dabei soll die Agile Methodik aus der Softwareentwicklung eingreifen. Damit konfrontiert, fällt dem Marketer in Zukunft auch eine größere Rolle in der Customer Journey und der verbesserten Customer Experience zu.
Im Agile Marketing sehen immer mehr Marketer und Marketing-Abteilungen neue und vielversprechende Chancen. In der Praxis sieht man davon jedoch zurzeit noch eher wenig. Viele Unternehmen haben noch nicht verstanden, dass ihre Prozessführung veraltet ist und im modernen Marketing untergeht. Da viele Prozesse automatisiert und nicht auf Personen spezifiziert werden, entstehen hohe Wartezeiten. Höchste Zeit für eine Umstellung auf Agile Marketing Konzepte?
Personas sind ausgedachte Charaktere, die es erleichtern sollen, verschiedene Blickwinkel auf eine Sache (z.B. Kunden-Zielgruppen) zu erlangen. Wichtig im Agile Marketing ist die Auswahl der Fragen bei der Formulierung einer Buyer Persona. Hier sollte vor allem zwischen Industriegütermarketing (B2B) und und Konsumgütermarketing (B2C) unterschieden werden. Während im B2C-Bereich die Fragen hauptsächlich auf das Privatleben und die persönlichen Bedürfnisse abzielen, konzentriert man sich im B2B-Bereich in erster Linie auf das Berufsleben der befragten Personen. Eine Persona gibt z.B. Antworten auf Fragen wie:
Die „Customer Journey“ ist die gemeinsame „Reise“ des Kunden mit dem Unternehmen. Sie beschreibt den idealtypischen Informations- und Kaufentscheidungsprozess eines Kunden mit allen Phasen von dem Auftreten eines Problems bzw. Bedürfnisses bis zum Kauf und der Nutzung eines Produktes / einer Dienstleistung. Die Customer Journey ist dadurch zu einem wichtigen Analyse- und Steuerungsinstrument geworden. Anhand dessen kann immer wieder überprüft werden, ob die geplanten und laufenden Maßnahmen wirklich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert sind.
Die Customer Journey kann in 3 Phasen unterteilt werden, die das jeweilige Kaufstadium beschreiben. Es geht um
In jeder Phase entwickelt ein Kunde unterschiedliche Bedürfnisse nach Inhalten und Angeboten – und ist deshalb für Content besser oder schlechter empfänglich. Lead Nurturing Workflows sind daher so aufgebaut, dass jeder Kunde genau die Informationen erhält, die seinem aktuellen Status in der Customer Journey entsprechen.
auf äußere Einflüsse während der Entwicklung und Durchführung von Marketing-Maßnahmen.
von Marketing-Maßnahmen – weniger groß angelegte Kampagnen, sondern häufigere, permanente, sich anpassende Aktionen.
von Marketing-Projekten sowie Kommunikation der Beteiligten untereinander.
durch Selbstbestimmung der Aufgabenverteilung und Selbstorganisation des Teams.
Beim agilen Marketing steht besonders das zeitnahe Feedback der relevanten Kunden im Vordergrund. Durch die Kommunikation mit der Zielgruppe über Soziale Medien, wie z.B. Twitter, Facebook und Blogs, kann agiler auf die Bedürfnisse der Kunden reagiert werden. Unser Umfeld wird immer schnelllebiger und es entsteht die Notwendigkeit, eine steigende Reaktionsgeschwindigkeit und Flexibilität bei gleichbleibend hoher Qualität zu bieten.
Für den Marketing-Erfolg sind jedoch nicht nur schlaue Prozesse, sondern auch das entsprechende “Werkzeug” notwendig. Mit einer Marketing-Automation Software vernetzt man z.B. das Email-Marketing, die Aktivitäten in Sozialen Netzwerken, den Blog und die Prozesse der Lead-Generierung zu einem effizient verzahnten System. Jeder Mitarbeiter, der eine solche Marketing Software nutzt, gestaltet in Echtzeit die Kundenkommunikation deines Unternehmens.
Hat dein Unternehmen bereits agile Prozesse oder setzt eine Software zur Marketing Automation ein? Sprechen wir doch darüber!
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