Innovationen im Unternehmen

Was braucht es um erfolgreich zu sein?

Innovation – ein Begriff der mittlerweile überstrapaziert ist und gerade deswegen oft nicht mehr ernst genommen wird. Wir haben in der Theorie gelernt, dass es für Innovationen Kollaboration, Freude am Experimentieren, Fehlertoleranz, und flache Hierarchien braucht. Wieso aber funktioniert das in der Praxis oft nicht nachhaltig und wieso scheitern so viele innovative Projekte?

Innovation benötigt Kompetenz und Disziplin

Es gibt einige Gründe warum Innovationen in Unternehmen scheitern. Zum einen ist es für MitarbeiterInnen und auch Manager oft keine Priorität, da die Business Ziele vorrangig erfüllt werden müssen. Innovativen Ansätzen wird daher zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Auf der anderen Seite ist es das Verständnis, aber auch Missverständnis, gegenüber Innovationen. Für die meisten bedeutet es, etwas zu erarbeiten was Freude bringt, aber oft aufgrund fehlender Disziplin und Verhalten im nächsten Schritt nicht weiterverfolgt wird.

Die Wahrheit ist, obwohl im Innovationsprozess kreative, und spaßige Prozesse forciert werden, müssen zur gleichen Zeit auch Disziplin und Management der Prozesse eingefordert werden. Jeder Schritt im Innovationsprozess erfordert somit einen Gegenpart. Fehlertoleranz erfordert demnach Intoleranz hinsichtlich Kompetenzen. Experimentierfreudigkeit benötigt Disziplin. Flache Hierarchien benötigen starkes Leadership Management. Solange also keine Struktur und Disziplin in den Innovationsprozess gebracht wird, sind innovative Kulturen zum Scheitern verurteilt.

Diversität an kompetenten Perspektiven

Aus Fehlern erhält man wertvolle Erkenntnisse. Dabei gibt es jedoch verschiedene Arten von Fehlern. Jene die aus Versuchen entstehen, die durchdacht waren, und jene, die aus, beispielsweise nicht durchdachten Konzepten, Designs oder intransparenten Prozessen entstehen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt also in der Kompetenz der Menschen, welche im Innovationsprozess involviert sind. Daher können Firmen wie Google oder auch Apple risikofreudige Innovationsprozesse eingehen, weil sie kompetente MitarbeiterInnen eingestellt haben. Dies zeigt, dass gerade das Talentmanagement für innovative Kulturen ein wichtiger Faktor ist. Denn erfolgreiche Firmen setzen hohe Performance Standards für ihre MitarbeiterInnen an. Dadurch können sie Risiken eingehen und ausschließen, dass Innovationen an zu wenigen Fähigkeiten, im technischen Bereich oder der Arbeitsmoral an sich, scheitern. Durch die Diversität und Zusammenarbeit mit kompetenten Personen, die kritisches Denken fordern, können Innovationen besser reifen.

Klarer Fokus bei der Innovationsstrategie

In der Praxis werden Innovations-Systeme, wie beispielsweise jenes von Apple, in das eigene Unternehmen „kopiert“. Oft sind diese schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt, denn jede Unternehmenskultur hat individuelle Bedürfnisse und Unternehmensziele bringen verschiedene Herausforderungen mit sich. Ein weiterer Fehler liegt darin, dass die Innovationsstrategie nicht an die Unternehmensstrategie angepasst wird. Ohne dem Commitment und Regulierungen, sowie Maßnahmen, die es im Innovationsbereich, und nicht nur in der Unternehmensstrategie, fordert, ist es also kein Wunder, dass Innovationen keine nachhaltigen Früchte tragen. Es erfordert demnach eine klare Innovationsstrategie passend zu den Unternehmensprozessen, welche Prioritäten und letztendlich einen Wettbewerbsvorteil schafft.

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Best-Practice Innovationsansätze werden oft kopiert und in das Unternehmen gepflanzt. Dazu zählen dezentralisierte Research-Teams, interne Entrepreneur-Ventures, externe Allianzen, Open Innovation und Crowdsourcing, Rapid Prototyping, Kollaboration mit Kunden und viele mehr. All diese Maßnahmen haben ihre Berechtigung, jedoch sind sie Teil eines Innovations-Systems. Daher sind viele Prozesse und Strukturen dieser Ansätze miteinander verbunden und können nicht losgelöst voneinander fungieren. Bei lediglich einer der individuellen Unterfangen bedarf es notwendige Abstimmungen mit verschiedenen Stakeholdern aus den Abteilungen. Noch dazu müssen Veränderungen, welche durch Innovationen hervorgerufen werden, in der gesamten Innovations-, und Unternehmenskultur eines Unternehmens vorgenommen werden. Ohne eine angepasste Innovationsstrategie können solche Abstimmungsprozesse und die Verknüpfung mit weiteren Innovations-Elementen nicht erfolgen.

Datengetriebene Innovationen

Innovationen fordern neben einer Strategie und Veränderungen der Unternehmenskultur weiterhin den Blickwinkel auf Daten im Unternehmen. Klassische Research-Ansätze und Trendanalysen sind nach wie vor wichtig, sollten aber durch alle Daten, die über jeden Berührungspunkt mit KundInnen und User gesammelt werden, komplettiert werden. Auch hier ist es wichtig vorab die Daten zu konsolidieren und eine zentrale Datenverwaltung zu erstellen um basierend darauf eine Daten Innovations-Strategie zu erstellen. Dies bringt eine gute Basis für Ideen und Design Sprints und zeigt das tatsächliche Kundenverhältnis und die Kundenbedürfnisse auf. Die datengetriebene Innovationsstrategie sollte dabei die Customer Experience im Fokus haben, um ein optimales Erlebnis, und letztendlich auch wertstiftende, nachhaltige Innovationen zu kreieren.

Quellen: Harvard Business Review, You need an Innovation Strategy Innovative Cultures

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